Veränderungen nach Kategorien
Gegenüber den im Geschäftsbericht 2025 dargestellten Risiken sind in den folgenden Kategorien Veränderungen erfolgt:
- Produktion und Technik:
- Die Eintrittswahrscheinlichkeit der »Umsatz- und Aufwandsrisiken aus Pünktlichkeit und Baustellen« aufgrund der schwierigen betrieblichen Lage ist gestiegen, insgesamt bleibt es bei der mittleren Bedeutung, da Belastungen aus der betrieblichen Lage bereits in der Prognose berücksichtigt sind.
- Aufgrund der betrieblichen Lage ist auch das Risiko aus »ungeplanten Instandhaltungsmaßnahmen« in der Bedeutung von niedrig auf mittel gestiegen, da nicht geplante Zusatzbedarfe in der Einzelfehlerbeseitigung oder Prävention erforderlich werden können.
- Neu hinzugekommen ist ein Risiko von niedriger Bedeutung für den »Betrieb Informationstechnologie /Telekommunikation« aus zusätzlichen Kosten für den laufenden Betrieb und weiterem Mittelbedarf für Digitalisierungsprojekte in der Infrastruktur.
- Außerdem sind konzernübergreifend Risiken der »Informationssicherheit« mit insgesamt niedriger Bedeutung aufgenommen worden, die durch Gegensteuerungsmaßnahmen begrenzt werden.
- Konjunktur, Markt und Wettbewerb:
- Die Risiken aus »Wettbewerb Fernverkehr und Güterverkehr« sind in ihrer Bedeutung von mittel auf niedrig gesunken, da die in der Darstellung im Geschäftsbericht enthaltenen Risiken aus der Finanzierung des Deutschland-Tickets bei DB Regio aufgrund der für 2026 gesicherten Finanzierung entfallen sind.
- Aufgrund hoher Treibstoffpreise ist eine Chance niedriger Bedeutung aus Wettbewerbsvorteilen der Schiene entstanden.
- Die Marktchance Güterverkehr ist aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung bei DB Cargo entfallen.
- Auch wird eine Chance niedriger Bedeutung aus zusätzlichen Erlösen im Zusammenhang mit Fahrzeugverkäufen bei DB Fernverkehr erwartet.
- Finanzierung Bundeshaushalt:
- Das Risiko der ausstehenden Anpassung der Förderrichtlinie zur TPS-Förderung im Fernverkehr wurde bereits in der Prognose berücksichtigt und ist daher nicht mehr Bestandteil des Risikoberichts. Mit dem EuGH-Urteil zur SPNV-Preisbremse im Trassenpreissystem wird nicht mehr davon ausgegangen, dass eine TPS-Förderung für den Fernverkehr erfolgt.
- Auch eine Chance aus zusätzlicher Förderung des Schienengüterverkehrs wird nicht mehr erwartet.
- Dagegen sind Risiken von niedriger Bedeutung aus Rückforderungen des Bundes für die Aufwandsfinanzierung Instandhaltung der Infrastruktur für Vorjahre entstanden.
- Beschaffungs- und Energiemarkt:
- Risiken von niedriger Bedeutung aus steigenden Beschaffungspreisen sind insbesondere bei energie- und personalintensiven Produkten entstanden. Eine Chance aus Beschaffungspreisen wird für 2026 nicht mehr erwartet.
- Regulierung:
- Es besteht eine neue Chance niedriger Bedeutung, sofern das EuGH-Urteil zur SPNV-Preisbremse im TPS analog auch für 2026 im Stationspreissystem angewendet wird und hierdurch eine höhere Kostendeckung erreicht werden kann.
- Recht und Verträge:
- Es werden in 2026 keine Schadenersatzzahlungen von Dritten für Bauverzögerungen mehr erwartet.
- Unbewertete Risiken:
- Die im Geschäftsbericht 2025 dargestellten unbewerteten Chancen und Risiken sind im ersten Halbjahr 2026 entweder eingetreten oder planerisch berücksichtigt worden. Die wesentlichen unbewerteten Risiken betrafen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene, die Verschiebung der Inbetriebnahme von Stuttgart 21, die Korridorsanierung Hamburg―Berlin sowie die Auswirkungen des EuGH-Verfahrens zur sog. Trassenpreisbremse im SPNV.
- Per 30. Juni 2026 bestanden die wesentlichen unbewerteten Risiken im Zusammenhang mit dem Beihilfeverfahren gegen DB Cargo sowie mit dem Ordnungswidrigkeitsverfahren infolge des Zugunglücks in Garmisch-Partenkirchen.