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Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss

Vergleichbarkeit zum ersten Halbjahr 2021

Die Vergleichbarkeit der für das erste Halbjahr 2022 vorgelegten Finanzinformationen mit dem ersten Halbjahr 2021 ist unter Berücksichtigung der folgenden Sachverhalte (insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg) gegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtszeitraum gab es keine neuen und für den Deutsche Bahn Konzern (DB-Konzern) wesentlichen Standards, Interpretationen und Änderungen der IAS/IFRS-Standards, die innerhalb des Berichtszeitraums verpflichtend anzuwenden waren.

Veränderungen in der Segmentordnung

Zum 1. Januar 2022 wurde der Geschäftsbereich Full Load Solutions (FLS; Bündelung von großvolumigen Komplettladungsverkehren im europäischen Landverkehrsnetz) von DB Schenker an DB Cargo übertragen. Diese Übertragung betrifft im Wesentlichen die Transa Spedition GmbH und die Hangartner Terminal S.r.l., Verona/Italien. Die Zahlen des ersten Halbjahres 2021 im Segment­bericht wurden entsprechend angepasst.

Angaben zu wesentlichen Ereignissen und Geschäftsvorfällen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie

Wie im ersten Halbjahr 2021 ergaben sich auch im ersten Halbjahr 2022 wesentliche Auswirkungen aus dem Verlauf der Corona-Pandemie. Durch den abgeschwächten Verlauf im ersten Halbjahr 2022 verbesser­ten sich die Umsatzerlöse in nahezu allen Segmenten und das Vor-Corona-Niveau wurde überwiegend erreicht bzw. sogar überschritten. Im Segment DB Schenker stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 besonders deutlich auf 14.162 Mio. € (im ersten Halbjahr 2021: 10.432 Mio. € 1)) und überschritten auch das Vor-Corona-Niveau. Im DB-Konzern beliefen sich die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2022 auf 27.968 Mio. € (im ersten Halbjahr 2021: 21.784 Mio.€). Zu weiteren Informationen verweisen wir auf die Angaben zu Erlösen aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15).

Im Rahmen von verschiedenen staatlichen Unterstützungsprogrammen wurden dem DB-Konzern staatliche Zuschüsse im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bewilligt. Diese Zuschüsse wurden einzelnen Tochtergesellschaften des DB-Konzerns bspw. für die Aufrechterhaltung des Perso­nen­verkehrs gewährt, insbesondere in den Segmenten DB Regio und DB Arriva. Diese Zuschüsse werden, soweit es sich nicht um Bestellerent­gelte handelt, im DB-Konzern im Wesentlichen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Im ersten Halbjahr 2022 stiegen die Erträge aus staatlichen Zuschüssen auf insgesamt 491 Mio. € (im ersten Halbjahr 2021: 463 Mio. €).

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung sowie der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen hat sich das EBIT im Geschäftsjahr auf 781 Mio. € deutlich verbessert (im ersten Halbjahr 2021: –1.074 Mio. €); der operative Cashflow hat sich auf 1.498 Mio. € deutlich erhöht (im ersten Halbjahr 2021: 10 Mio. €).

1) Vorjahreszahl angepasst; s. Abschnitt »Veränderung in der Segmentzuordnung«.

Angaben zu wesentlichen Auswirkungen und Geschäftsvorfällen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg

Die im Rahmen des Ukraine-Kriegs gestiegenen Energiepreise konnten trotz Preisabsicherungen im ersten Halbjahr 2022 nicht vollständig kompensiert werden und führten zu einem erhöhten laufenden Materialaufwand.

Bei einigen Tochterunternehmen mit Sitz in der Ukraine und in Russland haben sich die Umsatzerlöse aufgrund der eingeschränkten Geschäftstätigkeit teilweise deutlich vermindert. Daraus ergeben sich für den DB-Konzern insgesamt allerdings keine wesentlichen Auswirkungen. Darüber hinaus könnten bilanzielle Verluste aus einer Entkonsolidierung von dort ansässigen Tochterunternehmen entstehen, sollte eine Beherrschung aufgrund der Einschränkung substanzieller Rechte nicht mehr vorliegen. Zum aktuellen Zeitpunkt wird allerdings von einer Beherrschung durch den DB-Konzern ausgegangen. Wesentliche Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste aus Forderungen in diesen Ländern mussten zum Stichtag nicht gebildet werden.

Wir sehen im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Belastungen aus dem Ukraine-Krieg derzeit keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung auf Ebene der Cash-generating Unit. Energiepreisabsicherungen, eine Weitergabe der Preisanstiege an unsere Kunden sowie langfristige Chancen aus der Verkehrswende können bisher die Risiken des Ukraine-Kriegs kompensieren.

Schätz- und Prognosesicherheiten

Aufgrund der Corona-Pandemie sowie des Ukraine-Kriegs und der im ersten Halbjahr 2022 daraus nur schwer absehbaren Folgen unterliegen Schätzungen und Prognosen im ersten Halbjahr 2022 in besonderem Maße Unsicherheiten.

Dies gilt z.B. für die Ermittlung von Rückstellungen für verlustträchtige Personenverkehrsverträge, die Bewertung zweifelhafter Forderungen oder für die Prüfung möglicher Wertminderungen bei Vermögenswerten.

Liquiditätssteuerung und Unternehmensfortführung

Aufgrund des uneingeschränkten Zugangs des DB-Konzerns zum Kapitalmarkt und der vereinbarten Finanzierungszusagen für Infrastrukturinvestitionen ist die Unternehmensfortführung des DB-Konzerns auf absehbare Zeit ohne Einschränkungen sichergestellt.

Kapitalflussrechnung

Seit dem 31. Dezember 2021 werden dem Mittelfluss aus Finanzierungs­tätigkeit von den bilanzierten Finanzforderungen und zweckgebundenen Bankguthaben nur noch die Zahlungsströme aus Barsicherheiten für derivative Finanzinstrumente (Credit Support Agreements; CSA ) zugeordnet. Die Forderungen aus Finanzierung gegenüber Dritten sowie die zahlungswirksamen Veränderungen der Forderungen aus Verkehrskonzessionen werden im Mittelfluss aus Investitionstätigkeit (Auszahlungen bzw. Einzah­lungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte) ausgewiesen. Die restlichen Finanzforderungen (insbesondere Forderungen aus Finanzierungsleasing) werden dem Mittelfluss aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit zugeordnet.

Daraus verminderte sich im Berichtsjahr der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit um 29 Mio. € und der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit um 53 Mio. €, dagegen erhöhte sich der Mittelzufluss aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit um 82 Mio. €.

Konsolidierungskreis

Der Vollkonsolidierungskreis des DB-Konzerns hat sich wie folgt entwickelt:

 

Deutsch-
land
30.06.

2022

Übrige Welt
30.06.

2022

Insge-
samt
30.06.2022

Insge-
samt
30.06.

2021

Insge-
samt
31.12.
2021

VOLLKONSOLIDIERTE
TOCHTERGESELLSCHAFTEN

     

Stand per 01.01.

113

410

523

519

519

Zugänge

1

3

4

1

8

Zugänge aus Änderung
der Einbeziehungsart

0

0

0

0

1

Abgänge

–1

–11

–12

0

–5

Abgänge aus Änderung
der Einbeziehungsart

0

0

0

0

0

Stand per 30.06./31.12.

113

402

515

520

523

Zugänge von Unternehmen

Der DB-Konzern hat im ersten Halbjahr 2022 netto 5 Mio. € (im ersten Halbjahr 2021: netto 21 Mio. €) für Unternehmenskäufe nach IFRS 3 aufgewendet. Es handelte sich um die nachfolgend dargestellte Gesellschaft:

GESELLSCHAFT

Tätigkeitsbereich

Segment

Bitergo GmbH,
Dortmund (Bitergo)

Dienstleistungen und
Produk­te für Lagerverwaltung und Transport­management

DB Schenker,
ab 31. Mai 2022

Die Zugänge enthielten weiterhin zwei Gründungen und einen Erwerb, bei dem kein Geschäftsbetrieb i.S.d. IFRS 3 erworben wurde; ein Unternehmenszusammenschluss i.S.d. IFRS 3 liegt hier nicht vor.

Die Erwerbe waren für den DB-Konzern nicht wesentlich.

Der Firmenwert wird maßgeblich durch die für den Zeitraum nach Erwerb erwarteten Synergieeffekte substanziiert. Es ergab sich folgende ­Ermittlung:

in Mio. €

2022

davon

Bitergo

KAUFPREIS

  

Geleistete Zahlungen

5

5

  Ausstehende Kaufpreiszahlungen

Gesamte übertragene Gegenleistung

5

5

  Beizulegender Zeitwert des erworbenen Nettovermögens

4

4

Firmenwert

1

1

Ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung hat Bitergo einen Umsatz von 0 Mio. € sowie ein Ergebnis von 0 Mio. € erwirtschaftet.

Abgänge von Unternehmen und Unternehmensteilen

Bei den Abgängen aus dem Konsolidierungskreis handelt es sich um eine Verschmelzung sowie um elf Liquidationen.

Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Insgesamt waren die Auswirkungen aus den gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 eingetretenen Veränderungen des Konsolidierungskreises auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nicht wesentlich.

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