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Entwicklung der Geschäftsfelder

Digitalisierung und Innovation

  • Digitale Automatische Kupplung (DAK): Die DAK kuppelt vollautomatisch Lokomotiven und Güterwagen mechanisch und pneumatisch. Damit besteht eine durchgehende Energie- und Datenverbindung über den gesamten Zug. Die Erprobung der DAK wurde vom Projekt DAC4EU unter Leitung des DB-Konzerns durchgeführt. Das Projekt wurde durch das BMV finanziert und zum 30. Juni 2026 abgeschlossen. Auch im ersten Halbjahr 2026 fanden gemeinsam mit Partnern des Sektors im Rahmen des Europe’s-Rail-Projekts FP5-TRANS4M-R umfassende Testaktivitäten mit dem Fokus auf Funktionen zur Automatisierung und Digitalisierung statt.
  • Verteilte Traktion für längere und schwerere Züge: Ein Distributed Power System (DPS; verteilte Mehrfachtraktion über Funk) ermöglicht nicht nur, mit einer Lokomotive an der Zugspitze und einer weiteren am Zugschluss die Zugkraft um ein Drittel zu erhöhen, sondern verdoppelt auch die Rückspeisung und ermöglicht schwerere und längere Züge. Die gesteigerte Auslastung der Züge führt bei gleichbleibender Transportmenge zu weniger Zugfahrten, wodurch Energieverbräuche und Treibhausgasemissionen vermieden werden können. Seit Juni 2025 ist das System im Einsatz und hat sich im Betrieb bewährt. Im Juni 2026 wurde die zweite Stufe der DPS-Einführung gestartet: Das System ist jetzt auch in Österreich zugelassen und kann damit auf der Strecke von Linz bis zum Ziel in Deutschland genutzt werden. Die Markteinführung wird aus Mitteln des Bundesprogramms Zukunft Schienengüterverkehr gefördert.
  • Automatisiertes Fahren, Fernüberwachen und Fernsteuern: Erstmals wurden zwei Güterzuglokomotiven von DB Cargo für den Probebetrieb auf der Strecke mit modernen Technologien ausgestattet: Automatic Train Operation (ATO) und Remote Train Operation (RTO) sollen europaweit den Güterverkehr auf der Schiene effizienter, flexibler und wettbewerbsfähiger machen. Im ersten Halbjahr 2026 wurde der Testbetrieb für ATO und RTO auf der niederländischen Betuwe-Route durchgeführt – einer der wichtigsten und modernsten Güterverkehrsstrecken Europas. Ziel ist es, die neuen Technologien für den Sektor in Europa bestellbar zu machen.
  • Künstliche Intelligenz (KI): DB Cargo treibt den Einsatz von KI konsequent voran, um Automatisierungs- und Digitalisierungspotenziale zu heben und operativ wirksam zu machen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden die Voraussetzungen für den breiteren Einsatz von KI-Lösungen geschaffen: Auf Basis einer gemeinsam mit einem externen Partner entwickelten Agentic-Plattform wurden fünf KI-Use-Cases implementiert, von denen sich zwei im produktiven Einsatz befinden. Weitere Anwendungen stehen vor der Einführung. Parallel dazu wurde die Entwicklung KI-basierter Lösungen weiter vorangetrieben. Dazu zählen unternehmensspezifische KI-Agenten wie ein Governance Agent zur Unterstützung bei Compliance- und Regulatorikthemen sowie ein Data Quality Agent zur Verbesserung der Datenqualität. Zudem wurde die Weiterentwicklung des Digitalen Gleisbuddys zu einer KI-gestützten Assistenzlösung für den operativen Bahnbetrieb forciert. Ein Schwerpunkt lag zudem auf der Befähigung der Mitarbeitenden. Im Bereich der Fahrzeuge und Instandhaltung wurde im ersten Halbjahr 2026 die Erkennung des Beladungszustands anhand von Bildern und KI-Auswertungen von offenen sowie geschlossenen Güterwagen entwickelt. Zudem wurden Grundlagen für die Verwendung von Agentic-AI-Systemen in Bezug auf das Güterwagen-Regelwerk zur Automatisierung von Abrechnungen sowie als Grundlage für Befundungen geschaffen.

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