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Strategie

Neue Strategie »DB 2035: Eine Bahn, die stolz macht.«

Der DB-Konzern hat 2025 einen grundlegenden strategischen »Neustart« eingeleitet. Ziel ist es, den DB-Konzern wieder zukunftsfähig zu machen und verloren gegangenes Vertrauen bei Kund:innen, Mitarbeitenden, der Politik sowie des Eigentümers zurückzugewinnen. Ausgangspunkt dieser Neuausrichtung sind strukturelle Defizite der vergangenen Jahre, insbesondere im Zustand der Infrastruktur, in der operativen Qualität sowie in der wirtschaftlichen Entwicklung.

Vor diesem Hintergrund vollzieht der DB-Konzern einen bewussten Paradigmenwechsel. Der DB-Konzern löst sich von der bisherigen, primär wachstumsorientierten Strategie der Starken Schiene und richtet sich mit der neuen Strategie »DB 2035: Eine Bahn, die stolz macht.« konsequent neu aus. Künftig stehen drei Prioritäten im Mittelpunkt: Verlässlichkeit, Qualität und wirtschaftliche Tragfähigkeit. Wachstum der Betriebsleistung soll erst wieder auf Basis nachweisbar stabiler Leistung entstehen.

Zentraler Maßstab der Strategie DB 2035 ist das Reiseerlebnis der Kund:innen im Alltag. Bahnfahren soll wieder verlässlich, planbar und attraktiv werden.

Klare Transformationslogik der Strategie: Drei Phasen bis 2035

Die strategische Transformation folgt einer klaren, langfristig angelegten Logik in drei Phasen:

  • 2026 – Eine Bahn, die sich neu aufstellt: 2026 steht die Neuaufstellung des DB-Konzerns im Mittelpunkt. Ziel ist es, die strukturellen, kulturellen und operativen Grundlagen für den »Neustart« zu schaffen und den DB-Konzern leistungsstärker, unternehmerischer und konsequent an den Kund:innen ausgerichtet aufzustellen.
  • 2030 – Eine Bahn, die hält, was sie verspricht: Bis 2030 soll der DB-Konzern wieder für Verlässlichkeit stehen – mit stabilen Betriebsabläufen, deutlich verbesserter Qualität und einem wirtschaftlich gestärkten Konzern. Leistungsversprechen sollen wieder eingehalten und die operative Stabilität nachhaltig gesichert werden.
  • 2035 – Eine Bahn, die stolz macht: Langfristig zielt die Strategie auf 2035. Der DB-Konzern soll als leistungsstarker und wirtschaftlich tragfähiger Konzern überzeugen.

Entscheidend ist dabei eine eindeutige Priorisierungslogik: Qualität vor Menge. Wachstum entsteht künftig nicht unkontrolliert, sondern auf Grundlage nachgewiesener Qualität, hoher Zuverlässigkeit und wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Die Strategie ist bewusst konsequent auf Umsetzung ausgerichtet – mit klaren Prioritäten, messbaren Zwischenzielen, eingebettet in eine neue Leistungs- und Verantwortungskultur.

Umsetzungsschwerpunkte 2026

2026 konzentriert sich die Umsetzung auf die erste Phase der Strategie DB 2035. Zentrale Handlungsfelder sind ein konsequenter Kundenfokus, der Auftakt in einen grundlegenden Kulturwandel sowie ein struktureller Konzernumbau.

Die kurzfristigen Maßnahmen der Sofortprogramme zielen darauf ab, die wahrnehmbare Qualität entlang der Reisekette spürbar zu verbessern. Dazu gehören insbesondere mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen, höherer Komfort in den Zügen sowie eine verbesserte und schnellere Kundenkommunikation – insbesondere im Störungsfall.

Parallel wird ein umfassender Kulturwandel angestoßen. Verantwortung soll stärker in die operativen Einheiten verlagert, klare Zielsysteme etabliert und eine konsequente Ergebnisorientierung im gesamten DB-Konzern verankert werden.

Konzernumbau und Organisationslogik

Ein zentraler Baustein der Neuausrichtung ist der Konzernumbau hin zu einer deutlich schlankeren und effektiveren Steuerung mit eindeutigen Verantwortlichkeiten.

Die Konzernleitung fokussiert sich auf ihre Governance-Funktion, während die Geschäftsfelder deutlich gestärkt und mit mehr unternehmerischer Verantwortung ausgestattet werden. Gleichzeitig werden die konzerninternen Dienstleister neu ausgerichtet und konsequent an den Anforderungen des operativen Geschäfts orientiert, um Effizienz, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Neue Steuerungslogik

Ergänzend wird die Steuerungslogik des DB-Konzerns grundlegend weiterentwickelt. Dabei erfolgt eine klare Differenzierung zwischen wettbewerbsorientierten Geschäftsfeldern und der gemeinwohlorientierten Infrastruktur.

Die Verkehrsbereiche werden künftig stärker nach wirtschaftlichen Kriterien gesteuert und tragen eine klare Ergebnisverantwortung. Demgegenüber wird die Infrastruktur – gebündelt bei DB InfraGO – stärker an Qualitäts- und Leistungszielen im Rahmen ihres gemeinwohlorientierten Auftrags ausgerichtet.

Operative Zielbilder bis 2030

Die operativen Zielbilder bis 2030 ordnen sich klar den drei strategischen Prioritäten zu:

  • Qualität: Im Mittelpunkt steht der Turnaround der betrieblichen Qualität. Der Sanierungsmarathon der Infrastruktur – insbesondere die Sanierung der hochbelasteten Korridore – wird planmäßig vorangetrieben, sodass sich Anlagenzustand und Pünktlichkeit spürbar und messbar verbessern sollen. Verlässliche Verbindungen und stabile Betriebsabläufe sollen die heutige Ausnahmesituation als neuen Normalzustand ablösen.
  • Wirtschaftliche Tragfähigkeit: Die wettbewerbsorientierten Verkehrsbereiche werden wirtschaftlich gestärkt und behaupten sich im zunehmenden – auch internationalen – Wettbewerb. Ziel ist ein DB-Konzern, der seine Kapitalkosten wieder nachhaltig verdient und damit seine Investitionsfähigkeit aus eigener Kraft sichert.
  • Maßgeblich bleibt die Priorisierung »Qualität vor Menge«: Bis 2030 zählt nicht der Ausbau von Mengen, sondern die nachgewiesene Stabilität der Leistung als Voraussetzung für späteres Wachstum.

Vision 2035

Aufbauend auf diesen Fortschritten verfolgt der DB-Konzern langfristig das Ziel, als Rückgrat der Mobilität in Deutschland zu fungieren:

  • DB Fernverkehr soll seine Position als wettbewerbsfähiger Marktführer im zunehmenden Wettbewerb ausbauen,
  • DB Cargo eine zentrale Rolle für die Versorgung der Industrie sichern und
  • DB Regio ein verlässlicher Partner der öffentlichen Hand bleiben.

Voraussetzungen für den Erfolg

Die erfolgreiche Umsetzung der Strategie setzt stabile externe Rahmenbedingungen voraus. Dazu zählen insbesondere eine langfristig gesicherte und auskömmliche Finanzierung der Infrastruktur, verlässliche regulatorische Bedingungen, eine enge Zusammenarbeit mit Bund, Ländern und der Branche sowie ein leistungsfähiger und attraktiver Arbeitgeber.

Vor diesem Hintergrund versteht der DB-Konzern den strategischen »Neustart« nicht nur als internes Transformationsprogramm, sondern als zentralen Beitrag zur nachhaltigen Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

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