Klimaschutz
Wir wollen bis 2040 klimaneutral werden und haben uns verpflichtet, unsere Treibhausgasemissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg auf Net-Zero zu reduzieren, d. h. eine Reduktion der Scope-1- bis -3-Emissionen um mindestens 90 % im Vergleich zu 2019. Die schwer oder anderweitig nicht vermeidbaren Restemissionen, insbesondere aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, von maximal 10 % wollen wir ab 2040 neutralisieren, d. h. dauerhaft der Atmosphäre entziehen. Dieses Ziel ist mit einem Umsetzungsplan hinterlegt, wurde durch die Science Based Targets initiative (SBTi) bestätigt und folgt damit gem. SBTi einem 1,5 °C-Pfad. Somit ist unser Klimaschutzziel konform mit dem Pariser Klimaschutzabkommen und dem Klimaschutzziel Deutschlands.
Um unser Net-Zero-Ziel mit unseren Zwischenzielen in den Scopes 1 bis 3 zu erreichen sowie Übergangsrisiken zu vermeiden, setzen wir auf vier Hebel:
- Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien,
- Ausstieg aus dem Diesel und Elektrifizierung von Strecken,
- Steigerung der Energieeffizienz sowie
- Einsatz emissionsreduzierter Baustoffe.
Um bis 2040 klimaneutral zu werden, haben wir uns das Ziel gesetzt, bis spätestens 2038 den elektrifizierten DB-Schienenverkehr in Deutschland vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien zu betreiben. Seit Anfang 2025 erhalten alle Bahnhöfe, Instandhaltungswerke, Bürogebäude und stationären Anlagen in Deutschland wie z. B. Stellwerke, die von DB Energie beliefert werden, 100 % Strom aus erneuerbaren Energien.
Zur Senkung unserer Emissionen wollen wir Energie auch möglichst effizient nutzen. Zu unseren Maßnahmen gehören v. a. die fortlaufende Modernisierung unserer Fahrzeugflotte und die Reduzierung unserer Energieverbräuche, z. B. setzen wir bei unseren Zügen auf Bremsenergierückspeisung. Darüber hinaus schulen und unterstützen wir unsere Fahrzeugführer:innen im energiesparenden Fahren. Der kontinuierliche Roll-out von modernen Fahrassistenzsystemen hilft ihnen dabei. Auf dem Weg zum klimaneutralen DB-Konzern wollen wir zudem keine fossilen Kraftstoffe mehr nutzen. Die weitere Elektrifizierung unseres Streckennetzes ist eine wichtige Maßnahme dafür. Schon heute werden über 90 % unserer Transporte im Schienenpersonen- und -güterverkehr in Deutschland (basierend auf Leistungstonnen-km; Ltkm) elektrisch erbracht. Dort, wo die Elektrifizierung weiterer Strecken aufgrund geografischer oder betrieblicher Besonderheiten nicht möglich ist, setzen wir auf einen technologieoffenen Ansatz mit alternativen Antrieben und Kraftstoffen. In konzernübergreifender Zusammenarbeit geht es neben der Bündelung und Koordinierung des Hochlaufs des Biokraftstoffs Hydrotreated Vegetable Oil (HVO) als Übergangstechnologie auch um die Erprobung und den Roll-out von alternativen Antrieben im DB-Konzern. Nur mit diesen lassen sich langfristig Schienenverkehre mit geringeren Emissionen auf nicht elektrifizierten Strecken realisieren.
Im März 2026 haben wir bspw. eine Studie zur Machbarkeit und Umsetzung eines vollelektrischen Rangierbetriebs bei DB Cargo abgeschlossen und mit ihr einen möglichen Weg zur Dekarbonisierung dieser Verkehre aufgezeigt und nachgewiesen. Bei unseren Arbeitsfahrzeugen auf der Schiene werden sukzessive mit fossilen Kraftstoffen betriebene Arbeitsmotoren durch Elektroantriebe ersetzt. Somit können Bestandsfahrzeuge länger eingesetzt werden. In Zusammenarbeit mit DB Fahrzeuginstandhaltung und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wurden im ersten Halbjahr 2026 erstmals neuartige strombasierte E-Fuels in Bahnmotoren erprobt und deren technische Eignung bestätigt. ReFuels umfassen Kraftstoffe, die aus nicht fossilen Kohlenstoff- bzw. CO₂-Quellen, bspw. Biomasse oder Abfallstoffen, hergestellt werden. Bei ihrer Erzeugung kommt Wasserstoff zum Einsatz, der mithilfe erneuerbarer Energien produziert wurde. Sobald diese Kraftstoffe Marktreife und Wirtschaftlichkeit erreichen, können wir sie als Übergangstechnologie für unsere Bestandsfahrzeuge einsetzen.
Weitere Informationen zu einzelnen Klimaschutzmaßnahmen im Kapitel Entwicklung der Geschäftsfelder.