Finanzmärkte
Für das zweite Halbjahr 2026 wird ein weiterhin anspruchsvolles Umfeld für den Euro-Kapital- und -Geldmarkt erwartet. Nach der Zinserhöhung im Juni 2026 dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts gestiegener geopolitischer Unsicherheiten mit negativen Auswirkungen auf die Marktentwicklung von Energiepreisen an einem vorsichtig restriktiven, datenabhängigen Kurs festhalten. Die Renditen an den Euro-Rentenmärkten dürften sich auf erhöhtem Niveau stabilisieren bzw. leicht steigen. Belastend wirken dabei insbesondere Erwartungen hoher Staatsanleiheemissionen sowie der fortgesetzte Bilanzabbau der EZB. Konjunkturelle und geopolitische Risiken könnten zeitweise dämpfend wirken.