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Entwicklung der Geschäftsfelder

Entwicklung im ersten Halbjahr 2026

  • Höhere Aufwandszuschüsse des Bundes sowie Preisanpassungen im Personennah- und im Güterverkehr führten zu deutlicher Ergebnisverbesserung.

  • Zusätzliche Belastungen aus höheren Instand-haltungsmaßnahmen zur Qualitätsverbesserung, für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen, gestiegenen betrieblichen und infrastrukturbedingten Schadenersatzzahlungen an EVU, Tarifeffekten sowie einer gestiegenen Mitarbeitendenzahl.

DB INFRAGO1. HalbjahrVeränderung
20262025absolut%
Pünktlichkeit Schiene DB-Konzern in Deutschland in %87,489,4–2,0
Pünktlichkeit Schiene in Deutschland 1) in %85,988,1–2,2
Anlagenqualität (Bahnhöfe) in Schulnote2,73 2)2,78 2)–0,05
Betriebsleistung auf dem Netz in Mio. Trkm548,3553,8–5,5–1,0
davon konzernexterne Bahnen226,3227,0–0,7–0,3
Anteil konzernexterner Bahnen in %41,341,0+0,3
Stationshalte in Mio.78,379,9–1,6–2,0
davon konzernexterne Bahnen22,724,2–1,5–6,2
Gesamtumsatz 3) in Mio. €4.2944.318–24–0,6
davon Trassenerlöse3.4323.421+11+0,3
davon Stationserlöse408403+5+1,2
davon Vermietung219220–1–0,5
Außenumsatz in Mio. €1.6271.588+39+2,5
Anteil am Gesamtumsatz in %37,936,8+1,1
EBITDA bereinigt 3) in Mio. €593335+258+77,0
EBIT bereinigt 3) in Mio. €–66–202+136–67,3
Brutto-Investitionen in Mio. €6.9196.007+912+15,2
Eigenfinanzierte Netto-Investitionen 4) in Mio. €1.776537+1.239
Mitarbeitende per 30.06. 3) in VZP74.65272.563+2.089+2,9
Mitarbeitende im Durchschnitt 3) in VZP74.13272.099+2.033+2,8

1) Konzernexterne und -interne Eisenbahnverkehrsunternehmen.
2) Vorläufiger ungerundeter Wert.
3) Wert für das erste Halbjahr 2025 bzw. per 30. Juni 2025 wegen der geänderten Zuordnung der DB Projekt Stuttgart―Ulm GmbH angepasst.
4) Ohne Eigenkapitalerhöhungen des Bundes zur Infrastrukturfinanzierung.

Die Pünktlichkeit des DB-Konzerns sowie der Schiene in Deutschland entwickelte sich im ersten Halbjahr 2026 schwächer als erwartet. Hauptursachen sind Anlagenstörungen insbesondere im Bereich des Oberbaus, eine Vielzahl daraus resultierender Langsamfahrstellen, Kapazitätseinschränkungen durch eine intensive Bautätigkeit und kurzfristig notwendige Baubedarfe sowie eine punktuell hohe Auslastung der Schieneninfrastruktur auf Hauptmagistralen und in Knoten. Der massive Wintereinbruch zu Jahresbeginn 2026 sowie die Hitzeperiode im Juni 2026 wirkten sich zudem bundesweit negativ auf die Pünktlichkeit aus.

Die Anlagenqualität (Bahnhöfe) lag im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 auf einem leicht besseren Niveau.

Die Leistungsentwicklung war leicht rückläufig:

  • Trassennachfrage: insgesamt leichter Rückgang infolge baubedingter Ausfälle, witterungsbedingter Einschränkungen (insbesondere Sturmtiefs zu Jahresbeginn 2026) sowie fehlender konjunktureller Impulse.
    • Die Nachfrage konzernexterner Kunden lag in etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2025. Im Schienenpersonennahverkehr ging die Nachfrage infolge von Betreiberwechseln deutlich zurück. Nahezu vollständig kompensierend wirkte ein deutlicher Anstieg im Schienengüterverkehr, insbesondere aus der Übernahme von Verkehren sowie Mehrverkehren im Schienenpersonenfernverkehr.
    • Die Nachfrage bei konzerninternen Kunden lag leicht unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2025. Deutliche Rückgänge bei DB Fernverkehr und DB Cargo konnten nur teilweise durch Zuwächse bei DB Regio ausgeglichen werden.
  • Stationshalte: Entwicklung unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2025. Negative Effekte resultierten insbesondere aus baubedingten Einschränkungen und Maßnahmen zur Stabilisierung der Leistungsqualität und betrafen v. a. den Schienenpersonennahverkehr.

Die wirtschaftliche Entwicklung war insgesamt positiv, blieb aber herausfordernd. Sie wurde ganz wesentlich durch die höhere Förderung von Instandhaltungsleistungen für die Schieneninfrastruktur durch den Bund geprägt. Zusätzliche Belastungen im Wesentlichen aus der Ausweitung von Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität und Verfügbarkeit sowie Tarifsteigerungen wirkten dämpfend. Die bereinigten Ergebnisgrößen verbesserten sich stark; das bereinigte EBIT war allerdings weiterhin negativ.

Die Ertragsentwicklung war insgesamt deutlich besser:

  • Sonstige betriebliche Erträge (+88,1 % /+1.031 Mio. €): sehr deutliche Zunahme, ganz wesentlich infolge der Ausweitung der Förderung von Instandhaltungsleistungen in der Schieneninfrastruktur durch den Bund. Aus der Auflösung der passiven Rechnungsabgrenzungsposten im Zusammenhang mit dem Darlehen des Bundes resultierten außerdem Erträge, die im ersten Halbjahr 2025 nicht anfielen.
  • Umsatz (–0,6 % /–24 Mio. €): Entwicklung in etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2025. Negative Effekte resultierten v. a. aus Preisanpassungen im Fernverkehr, der Leistungsentwicklung sowie geringeren Vermietungserlösen (Beendigung von Mietverträgen im Zusammenhang mit Bahnhofsmodernisierungen). Zudem ergab sich aus der Integration der DB Kommunikationstechnik GmbH (Verschmelzung auf die DB InfraGO AG im Vorjahr) eine erfolgsneutrale Verschiebung von Umsätzen zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge. Preiseffekte bei den Trassenerlösen im Personennah- und im Güterverkehr sowie bei den Stationserlösen konnten die Rückgänge nahezu vollständig kompensieren.

Die Aufwandsseite stieg spürbar an, insbesondere für Maßnahmen zur Instandhaltung und zur Qualitätsverbesserung sowie im Personalaufwand infolge von Tarifeffekten:

  • Materialaufwand (+17,8 % /+415 Mio. €): Der deutliche Anstieg ist maßgeblich auf eine weitere Intensivierung der Instandhaltungsleistungen zur Verbesserung der Qualität und Verfügbarkeit der Schieneninfrastruktur zurückzuführen. Zudem führten Preiseffekte zu zusätzlichen Belastungen. Die Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen des Sofortprogramms für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen sowie der Aufbau von Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit dem KRITIS-Dachgesetz wirkten zusätzlich aufwandssteigernd. Darüber hinaus nahmen u. a. die Aufwendungen für Schienenersatzverkehre im Zusammenhang mit den Korridorsanierungen, für Winterdienste (im Wesentlichen volumenbedingt) sowie für Energie (v. a. volumenbedingt) zu.
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen (+17,3 % /+211 Mio. €): Zunahme im Wesentlichen durch mengenbedingt höhere Projekt- und IT-Aufwendungen sowie höhere betriebliche und infrastrukturbedingte Schadenersatzzahlungen an interne und externe EVU.
  • Personalaufwand (+6,4 % /+187 Mio. €): deutlicher Anstieg resultierte aus Tarifeffekten sowie der höheren durchschnittlichen Mitarbeitendenzahl.
  • Abschreibungen (+22,7 % /+122 Mio. €): investitionsbedingter Anstieg. Investitionen in die Schieneninfrastruktur wurden in den beiden Vorjahren auch durch Eigenkapitalmaßnahmen des Bundes finanziert. Dies führt zu höheren abschreibungspflichtigen Vermögenswerten und in der Folge einem grundsätzlich höheren Niveau der Abschreibungen. Im Gegensatz zu durch Eigenkapital finanzierten Investitionen werden Investitionszuschüsse direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der bezuschussten Vermögenswerte abgesetzt.

Die Investitionen stiegen v. a. infolge höherer Investitionen in das Bestandsnetz deutlich an. Die eigenfinanzierten Netto-Investitionen stiegen noch stärker an.

Die Zahl der Mitarbeitenden ist maßgeblich durch Zugänge insbesondere in den Bereichen Projektmanagement, Betrieb und Instandhaltung gestiegen.

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