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Entwicklung der Geschäftsfelder

Transformation in ein Hochleistungsnetz

Das Schienennetz bildet das Fundament für einen verlässlichen Bahnbetrieb. Der Fokus liegt darauf, die Infrastruktur nachhaltig zu stabilisieren und die betriebliche Qualität deutlich zu verbessern. Zielbild ist ein sicheres, zuverlässiges und digital vernetztes Netz, das einen reibungslosen Betrieb ermöglicht. Dafür werden insbesondere Maßnahmen zur Stabilisierung des Netzzustands umgesetzt. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leisten die Korridor- und Knotensanierungen, die gezielt die Leistungsfähigkeit hochbelasteter Strecken und Verkehrsknoten erhöhen.

Korridorsanierungen

Bei Korridorsanierungen werden im Rahmen einer mehrmonatigen Totalsperrung überalterte und störanfällige Anlagen umfassend ersetzt, die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur erhöht und Bahnhöfe ganzheitlich weiterentwickelt. So sollen im sanierten Abschnitt Baumaßnahmen für mehrere Jahre vermieden und die Wirkung für Betrieb und Kund:innen gebündelt sichtbar werden.

  • Die Korridorsanierung Emmerich―Oberhausen fand im Zeitraum vom 15. Februar bis 14. Dezember 2025 während der 80-Wochen-Sperrung der Ankermaßnahme Ausbaustrecke (ABS) 46/2 statt. Nachgelagert zur Korridorsanierung erfolgte die Inbetriebnahme der Eisenbahnüberführung Brinkstraße zum Ende der ABS 46/2 am 17. Mai 2026. Auf dem 73 km langen Abschnitt von Emmerich-Elten bis Oberhausen-Sterkrade wurden im Rahmen der Korridorsanierung 30 km Gleise, vier Weichen, 26 m² Brücken sowie Maßnahmen an den Verkehrsstationen Praest und Wesel-Feldmark umgesetzt. Die weiteren Baumaßnahmen an den insgesamt 13 übrigen Verkehrsstationen entlang der Strecke sind Bestandteil der Ankermaßnahme ABS 46/2.
  • Vom 1. August 2025 bis 14. Juni 2026 wurde die Korridorsanierung Hamburg — Berlin durchgeführt.
  • Die Korridorsanierung Hagen — Wuppertal — Köln lief vom 1. Februar 2026 bis Anfang Juli 2026.
  • Die Korridorsanierung Nürnberg — Regensburg hat am 6. Februar 2026 begonnen.
  • Die Korridorsanierung Obertraubling — Passau hat am 14. Juni 2026 begonnen.

Hochleistungsinstandhaltung

Ergänzend zu den Korridorsanierungen richtet die Hochleistungsinstandhaltung den Blick auf die dauerhafte Stabilisierung des Hochleistungsnetzes im laufenden Betrieb. DB InfraGO entwickelt damit die Instandhaltung gezielt weiter, um Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Infrastruktur nachhaltig zu erhöhen. Die Maßnahmen konzentrieren sich auf die Handlungsfelder nachhaltige Prävention, digitale Instandhaltung und schnelle Entstörung. Für die Umsetzung stehen von 2024 bis 2033 zusätzliche Mittel i. H. v. rund 2 Mrd. € zur Verfügung. Im ersten Halbjahr 2026 lag der Schwerpunkt auf der Umsetzung der Maßnahmen:

  • In der nachhaltigen Prävention wurden die entwickelten Konzepte auf der korridorsanierten Riedbahn umgesetzt. Auswertungen zeigen eine positive Entwicklung der Infrastrukturqualität. So sank die Zahl relevanter Infrastrukturstörungen je 1.000 Zugfahrten von Januar bis April 2026 gegenüber Januar bis April 2024 um mehr als 50%.
  • Im Bereich der digitalen Instandhaltung wurde der Rollout sensorbasierter Überwachungssysteme weiter vorangetrieben. So sind bundesweit rund 1.000 Stellwerke, die sich vorrangig im Hochleistungsnetz befinden, mit Um-weltsensoren ausgestattet. Die erfassten Daten unterstützen dabei, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und Störungen präventiv zu vermeiden.
  • Für eine schnellere Entstörung wurden Maßnahmen zur Erhöhung der Reaktionsfähigkeit im Störungsfall weitergeführt und ausgebaut. Die lokale Einlagerung von Weichenherzstücken in den Regionen wurde weiter ausgeweitet, um betroffene Komponenten im Störungsfall schneller austauschen und Auswirkungen auf den Zugverkehr reduzieren zu können.

Mit diesen Maßnahmen wird die Instandhaltung des Hochleistungsnetzes schrittweise um präventive, digitale und reaktionsorientierte Ansätze weiterentwickelt.

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