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Entwicklung der Geschäftsfelder

Digitalisierung und Innovation

  • Digitale Vertriebskanäle: DB Navigator und bahn.de wurden im ersten Halbjahr 2026 sowohl als zentrale digitale Vertriebs- und Servicekanäle als auch für die Reisebegleitung weiterentwickelt und um neue Funktionalitäten ergänzt. Seit Juni 2026 wird die BahnCard 100 in digitaler Form bereitgestellt und ist im Bereich »Reisen« der App DB Navigator abrufbar. Gleichzeitig wird der DB Navigator zur zentralen Plattform für die Planung, Buchung und Nutzung von Tür-zu-Tür-Mobilität ausgebaut. Über den Menübereich »Umgebung« können bereits Sharing-Fahrzeuge verschiedener Anbieter gefunden werden. Zusätzlich wurde im ersten Halbjahr 2026 der Einsatz von KI auf bahn.de getestet, um die Kund:innen bei der Planung ihrer Reise zu unterstützen und aktuelle Informationen zu konkreten Verbindungen und bei Fahrplanänderungen zu liefern.
  • Reservierung im Fernverkehr und in Fremdverkehren (RiFF): Das Projekt RiFF wurde im Juni 2026 abgeschlossen. Seit April 2026 verwaltet RiFF flexibel das größte Sitzplatzvolumen im europäischen Mobilitätsbereich und gibt Kund:innen einen stets aktuellen Überblick über alle Plätze sämtlicher Zugfahrten während der gesamten Fahrplanperiode. RiFF löst das Altsystem EPA (Elektronischer Platzanzeiger) ab und ermöglicht u. a. zielgruppengerechte Sitzplatzvorschläge, bspw. für Familien im Kleinkind- oder Familienbereich, sowie vollautomatische Sitzplatzreservierungen für mobilitätseingeschränkte Reisende und ihre Begleiter:innen. Für die Zukunft werden durch den Einsatz von RiFF sinkende Betriebskosten und steigende Reservierungserlöse erwartet.
  • Fahrerassistenzsystem (FAS): Das Projekt Fahrerassistenzsystem im Digitalen Fahrplan befindet sich seit April 2026 in der Betriebserprobung und wird derzeit schrittweise auf weitere Strecken und Baureihen ausgerollt. Das System ermittelt auf Basis der fahrdynamischen Eigenschaften der Fahrzeuge, der Topografie, der Fahrplandaten sowie der verfügbaren Fahrzeitreserven optimale Fahrstrategien. Daraus werden für jede Baureihe und Strecke individuelle Fahrempfehlungen abgeleitet und den Triebfahrzeugführer:innen im Digitalen Fahrplan angezeigt. Damit leistet das Fahrerassistenzsystem einen wesentlichen Beitrag zu einem energieeffizienteren, pünktlicheren und robusteren Bahnbetrieb.
  • Reisendenzentrierte Steuerung (RST): Mit dem Projekt Reisendenzentrierte Steuerung modernisiert DB Fernverkehr die IT in der Verkehrsleitung und richtet operative Entscheidungen konsequent an der Reisekette aus. Die bestehende Systemlandschaft wird dafür schrittweise durch eine integrierte, modulare Produktfamilie ersetzt. Durch frühzeitige Konflikterkennung sowie daten- und KI-gestützte Entscheidungsunterstützung trägt RST zu einem stabileren Bahnbetrieb und verbesserten Informationen für Disponent:innen und dadurch auch für Reisende bei. Nach der Einführung 2025 hat das System inzwischen den Reifegrad erreicht, um das Altsystem bis Ende 2026 abzulösen.

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