Beschaffungsmärkte
2026 sind stärkere Lohnsteigerungen zu erwarten. Getrieben durch den Anstieg des Mindestlohns wird von einer durchschnittlichen Steigerungsrate über alle Lohngruppen in Deutschland i. H. v. mindestens 3 % ausgegangen. Die erwartete Lohnentwicklung ist eine wichtige Einflussgröße, da Personalkosten in vielen Beschaffungsmärkten einen wesentlichen Kostenbestandteil darstellen und damit Einfluss auf die zukünftige Kostenentwicklung haben können.
Aufgrund der Verschärfung des Nahostkonflikts wird im Allgemeinen mit deutlich steigenden Erzeugerpreisen für 2026 gerechnet – nach einem Rückgang in den Vorjahren.
Besonders die Preisentwicklung an den Energiemärkten bleibt maßgeblich von diesen geopolitischen Risiken geprägt. Die Unsicherheit hinsichtlich der Verfügbarkeit globaler Energietransporte, insbesondere im Zusammenhang mit der strategisch wichtigen Straße von Hormus, führt zu anhaltenden Risikoprämien. Solange keine nachhaltige Entspannung des Nahostkonflikts erkennbar ist, muss von einer Fortsetzung des derzeitigen Umfelds aus hohen Preisen und erhöhter Volatilität ausgegangen werden. Das Beschaffungsportfolio des DB-Konzerns mit u. a. festen Lieferkonditionen hilft, die Preissteigerungen in 2026 zu minimieren.