Entwicklung im ersten Halbjahr 2026
Leistungsrückgänge infolge schwacher konjunktureller Nachfrage und infrastrukturbedingter Störungen.
Positive Effekte infolge der Sanierungsmaßnahmen, des Personalabbaus, volumenbedingt niedrigerer Faktorkosten, des Verkaufs und der Verschrottung von Lokomotiven und Güterwagen sowie des Verkaufs von Werkstätten.
Wirtschaftliche Entwicklung weiterhin deutlich unter Druck – Gegensteuerungsmaßnahmen und Umsetzung des Transformationsprogramms mit positiven Effekten.
| DB Cargo | 1. Halbjahr | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| 2026 | 2025 | absolut | % | |
| Pünktlichkeit (Deutschland) in % | 64,5 | 67,8 | –3,3 | – |
| Beförderte Güter in Mio. t | 78,2 | 82,9 | –4,7 | –5,7 |
| Verkehrsleistung1) in Mio. tkm | 28.781 | 29.985 | –1.204 | –4,0 |
| Betriebsleistung in Mio. Trkm | 49,9 | 55,3 | –5,4 | –9,8 |
| Auslastung in t pro Zug | 576,9 | 542,2 | +34,7 | +6,4 |
| Gesamtumsatz in Mio. € | 2.483 | 2.531 | –48 | –1,9 |
| Außenumsatz in Mio. € | 2.346 | 2.388 | –42 | –1,8 |
| EBITDA bereinigt in Mio. € | 156 | 70 | +86 | +123 |
| EBIT bereinigt in Mio. € | –1 | –96 | +95 | –99,0 |
| EBIT-Marge (bereinigt) in % | 0,0 | –3,8 | +3,8 | – |
| Brutto-Investitionen in Mio. € | 98 | 151 | –53 | –35,1 |
| Mitarbeitende per 30.06. in VZP | 24.229 | 27.155 | –2.926 | –10,8 |
| Mitarbeitende im Durchschnitt in VZP | 24.620 | 27.950 | –3.330 | –11,9 |
1) Abgerechnete Leistung (Tariftonnenkilometer).
Die Pünktlichkeit bei DB Cargo (Deutschland) ist im ersten Halbjahr 2026 gesunken. Ursachen sind die mit Kapazitätseinschränkungen verbundene intensive Bautätigkeit, eine Vielzahl von Infrastrukturstörungen sowie witterungsbedingte Beeinträchtigungen durch den massiven Wintereinbruch zu Jahresbeginn 2026 und die Hitzeperiode im Juni 2026. Trotz der betrieblichen Herausforderungen lag die Anzahl der Rückstauzüge unterhalb des Vorjahresniveaus.
Die Menge der beförderten Güter sowie die Verkehrs- und Betriebsleistung sind deutlich gesunken. Treiber waren Beeinträchtigungen durch den Wintereinbruch zu Jahresbeginn 2026, die operative Verschlechterung der Infrastruktur und die Sperrung des Rubi-Tunnels in Spanien. Die Auslastung stieg durch die Zunahme schwerer Züge in der Region Eastern Europe sowie durch die verstärkte Vergabe von Traktionsleistungen im Bereich Ganzzug.
Da die Aufwendungen stärker zurückgingen als die Erträge, verbesserten sich die operativen Ergebnisgrößen deutlich. Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt sehr herausfordernd; das bereinigte EBIT war leicht negativ. Die Erträge entwickelten sich differenziert und gingen insgesamt zurück:
- Umsatz (–1,9 % /–48 Mio. €): Rückgang insbesondere infolge von Beteiligungstransaktionenµ 46 (u. a. Verkäufe in der Sparte Western Europe). Leistungsbedingte Rückgänge wirkten verstärkend. Beteiligungstransaktionen wirkten teilweise kompensierend.
- Sonstige betriebliche Erträge (+7,5 % /+23 Mio. €): Anstieg v. a. getrieben durch den Verkauf von Lokomotiven, die Veränderung von Drohverlustrückstellungen und die Verschrottung von Güterwagen. Gegenläufig sanken staatliche Zuschüsse, insbesondere Einzelwagen- und Trassenpreisförderung, während die Anlagenpreisförderung ganz wegfiel.
Auf der Aufwandsseite kam es zu einem v. a. leistungsbedingten Rückgang beim Personal- und Materialaufwand. Währungskursbereinigt war der Rückgang etwas deutlicher.
- Personalaufwand (–6,9 % /–69 Mio. €): Rückgang infolge der geringeren Mitarbeitendenzahl, der teilweise durch Tarifeffekte sowie Leistungen für Abfindungen und Altersteilzeit kompensiert wurde.
- Materialaufwand (–3,1 % /–46 Mio. €): Rückgang im Wesentlichen leistungsbedingt, insbesondere bei Trassennutzung, Energie und eingekauften Transportleistungen. Die Instandhaltungsaufwendungen gingen v. a. aufgrund des Rückgangs von Revisionen zurück.
- Abschreibungen (–5,4 % /–9 Mio. €): Rückgang insbesondere aufgrund von Abgängen von Sachanlagen.
- Sonstige betriebliche Aufwendungen (–0,3 % /–1Mio. €): Leichter Rückgang im Wesentlichen aufgrund umgesetzter Maßnahmen im Rahmen des Transformationsprogramms (v. a. für IT-Leistungen und sonstige personalbezogene Aufwendungen aufgrund der Abnahme der Mitarbeitendenzahl).
Die niedrigen Investitionen resultierten v. a. aus dem Wegfall von Einmaleffekten aus Aktivierungen aus dem Vorjahr, dem Wegfall von Investitionen bei DB Cargo Iberia aus dem Vorjahr sowie aus niedrigeren IT-Investitionen und verschobenen Projekten.
Die Zahl der Mitarbeitenden sank insbesondere in Deutschland infolge der rückläufigen Leistungsmengen sowie im Zusammenhang mit dem Transformationsprogramm.