Entwicklung im ersten Halbjahr 2026
Rückläufige Bezugspreise führen zu Ergebniszuwächsen.
Versorgungssicherheit stabil auf hohem Niveau.
| DB Energie | 1. Halbjahr | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| 2026 | 2025 | absolut | % | |
| Versorgungssicherheit in % | 99,99 1) | 99,99 1) | – | – |
| Traktionsstrom (16,7 Hz und Gleichstrom) in GWh | 3.452 | 3.570 | –118 | –3,3 |
| Durchleitung Traktionsenergie (16,7 Hz) in GWh | 1.642 | 1.614 | +28 | +1,7 |
| Stationäre Energien (50 Hz und 16,7 Hz) in GWh | 839,9 | 993,5 | –153,6 | –15,5 |
| Kraftstoffe 2) in Mio. l | 184,8 | 179,7 | +5,1 | +2,8 |
| Gesamtumsatz in Mio. € | 1.694 | 1.677 | +17 | +1,0 |
| Außenumsatz in Mio. € | 692 | 742 | –50 | –6,7 |
| EBITDA bereinigt in Mio. € | 130 | 90 | +40 | +44,4 |
| EBIT bereinigt in Mio. € | 91 | 52 | +39 | +75,0 |
| Brutto-Investitionen in Mio. € | 179 | 164 | +15 | +9,1 |
| Netto-Investitionen in Mio. € | 68 | 80 | –12 | –15,0 |
| Mitarbeitende per 30.06. in VZP | 2.212 | 2.133 | +79 | +3,7 |
| Mitarbeitende im Durchschnitt in VZP | 2.205 | 2.128 | +77 | +3,6 |
1) Vorläufiger ungerundeter Wert.
2) Inkl. Diesel, Heizöl und Biokraftstoff HVO.
Das hohe Niveau der Versorgungssicherheit konnte unverändert beibehalten werden.
Die Mengenentwicklung war differenziert:
- Traktionsstrom: Der Absatz ging getrieben durch einen deutlichen Nachfragerückgang konzerninterner Kunden im Personen- und im Güterverkehr deutlich zurück. Die Absatzmenge konzernexterner Kunden stieg gegenläufig an und kompensierte den Rückgang teilweise.
- Durchgeleitete Traktionsenergie für konzernexterne Kunden: Der leichte Anstieg spiegelt v. a. Verkehrszuwächse der EVU wider.
- Stationäre Energien: Der Rückgang resultierte maßgeblich aus geringeren Aktivitäten für konzernexterne Kunden außerhalb eigener Netze. Der massive Wintereinbruch zu Jahresbeginn 2026 führte gegenläufig zu einem Anstieg der Absatzmengen mit konzerninternen Kunden.
- Kraftstoffe: Der Nachfragezuwachs wurde im Wesentlichen durch die Entwicklung bei konzerninternen Kunden im Personennahverkehr sowie bei konzernexternen Kunden getragen.
Die wirtschaftliche Entwicklung war im ersten Halbjahr 2026 besser, v. a. infolge eines preis- und leistungsbedingt geringeren Energiebezugsaufwands sowie leicht gestiegener Umsatzerlöse. Die operativen Ergebnisgrößen verbesserten sich in der Folge deutlich.
Die Erträge gingen getrieben durch den Wegfall von positiven Effekten aus dem ersten Halbjahr 2025 insgesamt leicht zurück:
- Sonstige betriebliche Erträge (–71,4 % /–25 Mio. €): deutlicher Rückgang durch den Wegfall positiver Effekte im Zusammenhang mit der Auflösung von Rückstellungen im ersten Halbjahr 2025.
- Umsatz (+1,0 % /+17 Mio. €): leichter Anstieg insbesondere aus höheren Absatzpreisen für Dieselkraftstoffe. Der Umsatzrückgang mit konzernexternen Kunden, der insbesondere aus der Leistungsentwicklung der stationären Energien sowie geringeren Netzentgelten im Bahnstromnetz resultierte, wirkte gegenläufig.
Die Aufwendungen gingen getrieben durch den Materialaufwand insgesamt stärker zurück als die Erträge:
- Materialaufwand (–3,9 % /–57 Mio. €): deutlicher Rückgang infolge niedrigerer Strombezugsaufwendungen (für Traktions- und stationären Strom) sowie leistungsbedingter Abnahme (bei stationären Energien für konzernexterne Kunden). Dem standen höhere Bezugspreise für Diesel sowie höhere Aufwendungen für Instandhaltungsmaßnahmen im Bahnstromnetz entgegen.
In den anderen Aufwandspositionen kam es zu zusätzlichen Belastungen von insgesamt untergeordneter Bedeutung:
- Personalaufwand (+7,3 % /+7 Mio. €): Anstieg, im Wesentlichen aus einer höheren Mitarbeitendenzahl sowie aus Tarifeffekten.
- Sonstige betriebliche Aufwendungen (+2,8 % /+2 Mio. €): leichter Anstieg u. a. aus höheren Aufwendungen für IT-Leistungen.
- Abschreibungen (+2,6 % /+1 Mio. €): leichter investitionsbedingter Anstieg.
Die Brutto-Investitionen in die Bahnstrominfrastruktur nahmen deutlich zu und zielen insbesondere auf die weitere Verbesserung der Qualität, die Stärkung der Resilienz sowie die weitere Flexibilisierung der Energieversorgung ab. Die Netto-Investitionen gingen durch höhere Investitionszuschüsse zurück.
Die Zahl der Mitarbeitenden ist per 30. Juni 2026 gestiegen. Eine höhere Mitarbeitendenzahl in den technischen Bereichen zur Realisierung des höheren Investitionsvolumens in der Infrastruktur im Rahmen der Umsetzung der Energiewende wurde durch eine geringere Mitarbeitendenzahl in der Verwaltung zum Teil kompensiert.