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Prognosebericht

Güterverkehr

Voraussichtliche Marktentwicklung / in %20252026
(Prognose
März)
2026
(Prognose
Juli)
Deutscher Güterverkehr (Basis tkm)–1,50,0–1,5
Europäischer Schienengüterverkehr (Basis tkm)–1,6+1,0–0,5

Stand Juli 2026. Prognose für 2026 auf halbe Prozentpunkte gerundet.

Der deutsche Güterverkehr dürfte 2026 das fünfte Jahr in Folge einen Rückgang verzeichnen. Die erwartete wirtschaftliche Erholung in Deutschland hat sich weiter verzögert und fällt zudem schwächer aus als ursprünglich prognostiziert. Belastend dürfte die anhaltende Konjunkturschwäche wirken. Die Verkehrsleistung lag bereits im ersten Quartal 2026 unter dem niedrigen Vorjahresniveau. Da für den weiteren Jahresverlauf 2026 keine spürbare Belebung erwartet wird, wurden die Prognosen nach unten revidiert. Eine nachhaltige Stabilisierung des Marktes wird aus heutiger Sicht erst ab 2027 erwartet.

Auch der deutsche Schienengüterverkehr dürfte weiter schrumpfen. In zentralen Kundensektoren wie Chemie und Automotive verschärfen sich die bereits 2025 beobachteten Nachfragerückgänge. Gleichzeitig dürften sich die Verluste in schienenaffinen Gütergruppen wie Kohle und Koks fortsetzen. Der Kombinierte Verkehr kann seine bisherige Stabilisierungsfunktion voraussichtlich nicht mehr erfüllen und leidet zudem unter den Auswirkungen der Korridorsanierungen im Schienennetz.

Der deutsche Straßengüterverkehr dürfte 2026 eine Seitwärtsbewegung zeigen. Belastend dürften die verhaltene Konjunktur, begrenzte Laderaumangebote und der hohe Kostendruck wirken. Positive Impulse dürften weiterhin aus dem E-Commerce kommen, der insbesondere das Segment Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) stützt und einen stärkeren Marktrückgang verhindern sollte.

Eine Trendwende bei der Binnenschifffahrt ist nicht in Sicht. Angesichts der strukturell rückläufigen Nachfrage nach Massengütern ist kaum Wachstumspotenzial erkennbar. Die schwache Entwicklung der vergangenen zwölf Monate dürfte sich fortsetzen. Für das Gesamtjahr 2026 wird ein moderater Rückgang erwartet, wodurch der Modalanteil voraussichtlich weiter sinken wird.

Die wirtschaftliche Erholung mit den damit verbundenen Effekten auf die Transportmengen im europäischen Schienengüterverkehr blieb Anfang 2026 aus. Im zweiten Quartal 2026 gibt es Anzeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaft im europäischen Raum, die mit Entspannungssignalen bei einigen geopolitischen Ereignissen einhergehen. Auf dieser Grundlage ist die Erwartung, dass der europäische Schienengüterverkehr 2026 zwar leicht schrumpfen wird, allerdings nicht im Ausmaß des ersten Quartals 2026.

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