• Zum Kennzahlenvergleich

Entwicklung der Geschäftsfelder

Digitalisierung und Innovation

  • Ganzheitliche Entwicklung von Bahnhöfen: DB InfraGO setzt die Weiterentwicklung von Bahnhöfen zu zukunftsfähigen Bahnhöfen fort. Im Mittelpunkt steht die ganzheitliche Modernisierung der Bahnhöfe zur Steigerung ihrer Attraktivität und Leistungsfähigkeit. Insgesamt konnten 2024 und 2025 237 Bahnhöfe zu zukunftsfähigen Bahnhöfen weiterentwickelt werden. Das erste Halbjahr 2026 liegt mit 67 Stationen im Plan.
  • Entwicklung Digitalisierungsstrategie und Bezug zur BMV-Agenda: Die Digitalisierung der Infrastruktur ist eine der Top-Maßnahmen in der »Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene«. Zur systematischen Umsetzung der Digitalisierung der Infrastruktur wurde die Digitalisierungsstrategie neu strukturiert.
  • Digitaler Befehl: Der Digitale Befehl ersetzt den bisher schriftlichen Befehl im Bahnbetrieb durch ein digitales Verfahren. Im Digitalen Befehl werden Befehle digital von Fahrdienstleiter:innen erstellt, zentral und sicher gespeichert und durch Triebfahrzeugführer:innen mittels Zugriffscode und mobilem Endgerät abgerufen. Seit dem Fahrplanjahr 2026 wird der Digitale Befehl bundesweit auf freiwilliger Basis genutzt. Bis Ende Juni 2026 wurden über 120.000 Digitale Befehle erteilt und mehr als 90 % der Fahrdienstleiter:innen geschult. Die Betriebserprobung zeigt, dass der Digitale Befehl eine deutlich schnellere und einfachere Befehlsübermittlung ermöglicht und Mitarbeitende spürbar entlastet. Zum Fahrplanjahr 2027 ist die Einführung des Digitalen Befehls in den Regelbetrieb geplant.
  • ETCS-Migration: Am 2. Juli 2026 hat DB InfraGO im Rahmen einer Informationsveranstaltung den aktualisierten Planungsstand zum Ausbau des Europäischen Zugsbeeinflussungssystems European Train Control System (ETCS)vorgestellt. Gegenstand waren die vorgesehenen ETCS Level 2 ohne Signale Maßnahmen bis Dezember 2031 sowie die Information zu einem geplanten ETCS-Systemversions-Upgrade. Damit einhergehend wurde über die geplanten Außerbetriebnahmen der aktuellen Systeme Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB) und Linienförmige Zugbeeinflussung (LZB) informiert. Die vorgestellte Planung bis Ende 2031 soll innerhalb der regulatorischen Fristen für diesen Zeitraum Planungs- und Investitionssicherheit für Eisenbahnverkehrsunternehmen, Aufgabenträger und weitere Stakeholder gewährleisten. Zudem bietet das Portfolio bis 2031 die Möglichkeit, die Ressourcen der nun ins Leben gerufenen Koordinierungsstelle des Bundes zu nutzen.
  • ETCS-Realisierungsprojekt DSTW Ansbach-Triesdorf: Im ETCS-Realisierungsprojekt Ansbach-Triesdorf wurde am 6. Februar 2026 ein neues, modernes digitales Stellwerk (DSTW) in Betrieb genommen. Es ersetzt die beiden bisherigen Stellwerke in Ansbach und Triesdorf, die aus den 1960er-Jahren stammte. Das Stellwerk verfügt über das erste integrierte Leit- und Bediensystem (iLBS) in Bayern und setzt damit neue Maßstäbe für eine standardisierte Bedienung moderner Stellwerkstechnik.
  • Capacity and Traffic Management System: Beim Capacity and Traffic Management System (CTMS) hat DB InfraGO im ersten Halbjahr 2026 wichtige Fortschritte erzielt. Ziel des Systems ist es, den Zugverkehr künftig noch besser zu planen und zu steuern. Ein Schwerpunkt ist der sog. Autopilot für Stellwerke: Er soll die Zusammenarbeit zwischen Verkehrssteuerung und Stellwerkstechnik digital unterstützen und Fahrwege künftig teilweise automatisch vorbereiten. Die fachlichen Anforderungen dafür sind weitgehend geklärt; die Vergabe ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Ein weiterer Schwerpunkt ist der CTMS-Optimierer. Er soll die Disposition dabei unterstützen, bei Störungen oder hoher Auslastung schneller geeignete Maßnahmen zu finden. Künstliche Intelligenz hilft dabei, Vorschläge für eine bessere Verkehrssteuerung zu entwickeln. Diese Vorschläge sollen künftig zunehmend automatisch in den bestehenden Systemen umgesetzt werden. Dafür werden auch Schnittstellen zu bereits erprobten Assistenzsystemen genutzt. So entsteht Schritt für Schritt eine durchgängige digitale Unterstützung – von der Erkennung einer geeigneten Maßnahme bis zu ihrer Umsetzung im Bahnbetrieb.
  • Kapazitäts- und Frequenzmanagement: An über 90 Bahnhöfen wird ein Frequenzmanagementsystem zur Erkennung von Kapazitätsengpässen ausgerollt. Mit einer Echtzeitmessung mittels Videotechnik wird ein Anstieg des Reisendenaufkommens frühzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von akuter Überfüllung ergriffen. Die Videodaten werden genutzt, um längerfristige Maßnahmen abzuleiten oder deren Effekt zu verifizieren. So lassen sich kostenintensive bauliche Maßnahmen vermeiden. Bis Ende des ersten Halbjahres 2026 wurden insgesamt 68 Bahnhöfe mit dieser Videotechnik ausgestattet.
  • WLAN an Bahnhöfen: Zum Ende des ersten Halbjahres 2026 stand an über 600 Bahnhöfen kostenloses WLAN zur Verfügung. Auf Grundlage eines im zweiten Halbjahr 2025 vergebenen weiteren Konzessionsvertrags wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 150 zusätzliche Stationen mit WLAN ausgestattet.

Kurz und kompakt: Unsere Quick Reads

Themenfilter:
Wählen Sie ein Thema aus, und sehen Sie sich unten Ihre Ergebnisse an

Nachhaltigkeitsindizes

Bericht filtern nach: