Marktumfeld
Personen- und Güterverkehr
Die Nachfrage nach Mobilität entwickelte sich im ersten Halbjahr 2026 negativ. Dämpfend wirkten in allen Segmenten witterungsbedingte Einschränkungen im ersten Quartal 2026 sowie die schwache konjunkturelle Entwicklung. Die seit März 2026 massiv steigenden Ölpreise belasteten den motorisierten Individualverkehr, die Busbranche sowie den innerdeutschen Luftverkehr.
Der deutsche Güterverkehr verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 eine rückläufige Entwicklung. Geopolitische Spannungen, anhaltende Störungen der internationalen Lieferketten und steigende Energiekosten infolge des Nahostkonflikts erhöhten den Kostendruck und belasteten die Transportraten. Leicht stützend wirkten dagegen öffentliche Investitionen aus den Sondervermögen Bundeswehr sowie Infrastruktur und Klimaneutralität.
Weltwirtschaft
Bis zur Verschärfung des Nahostkonflikts Mitte Februar 2026 gewann die Weltwirtschaft an Dynamik. Zwar belasteten das anspruchsvolle geopolitische Umfeld sowie die Unsicherheiten hinsichtlich der Zollpolitik der USA weiterhin das Wachstum, doch eine rückläufige Inflation und hohe Investitionen im Bereich künstlicher Intelligenz (KI) sorgten für wichtige Impulse. Mit dem Nahostkonflikt rückten jedoch steigende Energiepreise und zusätzliche geopolitische Risiken wieder stärker in den Vordergrund. Während sich die von der hohen Nachfrage nach KI-Technologien geprägten Volkswirtschaften in Asien (u. a. Taiwan, Südkorea und China) und der USA vergleichsweise widerstandsfähig zeigten, gingen im Euro-Raum die Einzelhandelsumsätze zurück, was die weiterhin verhaltene Dynamik des privaten Konsums illustriert. Hier stützten v. a. die staatlichen Konsumausgaben das Wachstum.
Energiemärkte
Die zentrale Sicherungspolitik des DB-Konzerns zielt darauf, Folgen von Energiepreisschwankungen zu reduzieren. Die Entwicklung der Marktpreise schlägt daher zumindest kurzfristig nicht voll auf unsere Aktivitäten durch.
Brentöl
| Brent / in USD/bbl | 1. Halbjahr 2026 | 2025 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| absolut | % | |||
| Durchschnittspreis | 87,6 | 68,2 | +19,4 | +28,4 |
| Höchstpreis | 126,4 | 82,6 | +43,8 | +53,0 |
| Tiefstpreis | 59,8 | 58,4 | +1,4 | +2,4 |
| Endpreis per 30.06./31.12. | 72,9 | 60,9 | +12,0 | +19,7 |
Quelle: Refinitiv
Seit der Verschärfung des Nahostkonflikts sind im ersten Halbjahr 2026 die Ölpreise gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Im Juni 2026 entspannte sich die Lage etwas aufgrund der Verhandlungsgespräche zwischen den USA und Iran.
Die Kraftstoffpreise in Deutschland lagen im ersten Halbjahr 2026 deutlich über dem Niveau der Vorjahreswerte. Der Preis für Diesel lag im März und April 2026 meist über dem von Benzin. Die Senkung der Mineralölsteuer im Mai und Juni 2026 um rund 17 ct je Liter Kraftstoff wirkte leicht dämpfend. Angesichts stark schwankender Ölpreise lässt sich nicht eindeutig abschätzen, in welcher Höhe der Rabatt weitergegeben wurde.
Strom und Emissionszertifikate
| 1. Halbjahr 2026 | 2025 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| absolut | % | |||
| Grundlaststrom (Folgejahr) in €/MWh | ||||
| Durchschnittspreis | 89,4 | 87,4 | +2,0 | +2,3 |
| Höchstpreis | 104,0 | 103,2 | +0,8 | +0,8 |
| Tiefstpreis | 75,9 | 76,8 | –0,9 | –1,2 |
| Endpreis per 30.06./31.12. | 93,0 | 83,1 | +9,9 | +11,9 |
| Emissionszertifikate in €/t CO₂ | ||||
| Durchschnittspreis | 77,1 | 74,9 | +2,2 | +2,9 |
| Höchstpreis | 93,8 | 88,9 | +4,9 | +5,5 |
| Tiefstpreis | 63,1 | 60,1 | +3,0 | +5,0 |
| Endpreis per 30.06./31.12. | 80,2 | 87,4 | –7,2 | –8,2 |
Quelle: Refinitiv
Die Notierungen am Terminmarkt für Strom mit Lieferung im Folgejahr sind entgegen dem Trend der Vorjahre im ersten Halbjahr 2026 leicht gestiegen. Getrieben wurde diese Entwicklung u. a. durch gestiegene Gaspreise. Die Verbraucherpreise für Strom in Deutschland lagen im langfristigen Vergleich weiterhin auf einem hohen Niveau. Dämpfend wirkte ein Zuschuss des Bundes aus dem Klima- und Transformationsfonds zu den Netzentgelten, wodurch die Stromkosten für private Haushalte und Unternehmen sanken. Zudem greift ab 2026 die Stromsteuersenkung für produzierende Unternehmen.
Der Preis für Emissionszertifikate im Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gestiegen.