Tarifabschluss mit der GDL
Der Tarifabschluss zwischen dem DB-Konzern und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Februar 2026 schafft Planungssicherheit für Mitarbeitende und den DB-Konzern. Er umfasst eine Steigerung der Gehälter in zwei Schritten um insgesamt 5 %. Zusätzlich wird es weitere Anpassungen in der Entgeltstruktur geben, die individuell wirken. Dazu gehören etwa die Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe und die gezielte Erhöhung von Entgelt und Zulagen für operative Mitarbeitende. Die Mitarbeitenden erhalten darüber hinaus eine Einmalzahlung von 700 €.
Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 24 Monate, daran schließt sich eine dreimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht bis zum 31. März 2028 an.
Zur zügigen Lösung mit der GDL beigetragen haben auch die erzielten Kompromisse zur gemeinsamen Handhabung des Tarifeinheitsgesetzes. Neben einem notariellen Zählverfahren zur Mehrheitsfeststellung wurde fixiert, dass bestimmte tarifvertragliche Regelungen künftig auch für die Gewerkschaftsmitglieder gelten, die in Betrieben arbeiten, in denen vorrangig das Tarifwerk der jeweils anderen Gewerkschaft Anwendung findet. Eine Schlichtungsvereinbarung läuft bis Ende 2030. Die Ausweitung des Geltungsbereichs der GDL-Tarifverträge in die Infrastruktur erfolgt nicht.